Das Prinzip beruht auf einer biochemischen Grundregel: Die meisten Eiweise denaturieren ab einer Temperatur von etwa 40 °C. Das heißt, dass sich die Eiweiße verändern, aufbrechen und ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Die dazu erforderliche Hitze wird durch das Verbrennen von Gas oder Öl erzeugt und auf unterschiedliche Weise umgesetzt: direkt als Flamme oder indirekt über die Wärmestrahlung bzw. als Heißwasser oder Dampf. Davon ist Heißwasser die einzige chemiefreie Methode, die auch die Wurzeln erreicht. Selbst wenn die Wurzeln nicht sofort komplett vernichtet werden, wird das Unkraut mit jeder Heißwasseranwendung weiter geschwächt. Regelmäßig durchgeführt wird das Nachwachsen gehemmt und die Anwendungshäufigkeit bereits im 2. Jahr deutlich abnehmen.
Als Faustregel gilt, dass dafür 3 bis 4 Behandlungen im Jahr ausreichen.

Das Wasser wird mit einem Heißdampferzeuger bis zu 120 Grad heißen Wasserdampfgemisch erhitzt, welches aus 50% Dampf und 50% Wasser besteht.

Der Dampf hat die Aufgabe, den Boden keimfrei zu machen und die Oberfläche anzuwärmen. Dadurch kühlt das Wasser nicht ab und gelant somit leichter und mit entsprechend heißer Temperatur zu der im Boden befindlichen Wurzel.

Der Wasserdampf wird über einen hitzebeständigen Spezialschlauch zu dem individuell gewählten Zubehör geleitet, durch welches das klägliche Unkraut bedampft wird.

Durch diesen Vorgang wird in der Pflanze ein Eiweißschock ausgelöst und somit die Zellwand der Pflanze zerstört. Die Pflanze kann nun kein Wasser mehr aufnehmen und vertrocknet in weiterer Folge.
Je nach Bewuchs und Umwelteinflüssen muss dieser Vorgang des Öfteren wiederholt werden. Mit jeder Anwendung werden auch tiefwurzelnde Pflanzen zusehends geschwächt, bis die Pflanze endgültig verkümmert.